Neben den wichtigen Mineralstoffen, gehören die ebenso lebensnotwenigen Vitamine zu den wertvollen Bestandteilen in allen Obstsorten. Durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend frisches Obst erhält der Körper fast nahezu alle wichtigen Vitamine.
Wesentlich ist dabei, darauf zu achten, dass das Obst so erntefrisch wie möglich ist, da das in fast allen Obstsorten enthaltene Vitamin C lichtempfindlich ist und ein wochenlang in der Obstschale lagernde Apfel nur noch sehr wenige Vitamine enthält. Obwohl Tiefkühlkost allgemein einen negativen Ruf hat, sollte man in Bezug auf Obst doch einmal zugreifen. Denn Tiefkühlobst ist oft sogar vitaminreicher als frisches Obst, welches im Supermarkt oder im Bioladen angeboten wird. Gemischte Waldbeeren beispielsweise verfügen in ihrer Tiefkühlvariante über einen unübertroffenen Cocktail an wichtigen Mineralstoffen und verschiedenen Vitaminen. So beinhalten Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren neben Kalium, Calzium, Magnesium, Phosphor und Eisen, Vitamin C, Folsäure, und Biotin und können im Winter bei regelmäßigem Verzehr das Immunsystem stärken und so die lästigen Erkältungen verhindern.
Besonders reich an Vitaminen sind grüne Melonen. Die in ihr enthaltenen Vitamine C, A, Provitamine (Karotinoide), Folsäure und Biotin sorgen im Sommer für eine gute Versorgung der Haut, die durch eine starke Sonneneinstrahlung sehr beansprucht wird. Aber viel gesundes Obst heißt dabei noch nicht, dass man auf den sonstigen Sonnenschutz verzichten sollte.
Vitamine sind in Obst so zahlreich enthalten, dass man im Normalfall auf sonstige Zusätze in Form von Tabletten oder Pulver verzichten könnte. Allerdings verträgt nicht jeder Mensch Obst. Besonders empfindliche Naturen bekommen durch Verzehr von viel Obst Magen- und Verdauungsprobleme und greifen daher auf Nahrungsergänzungsmittel zurück.
In erster Linie gilt: Obst der Saison aus der naheliegenden Region ist das gesündeste Obst mit den meisten Vitaminen. Weintrauben und Äpfel aus Deutschland sind frischer und weniger pestizid-belastet als so manche preisgünstigere Sorte aus Übersee. Will man auf die Exoten trotzdem nicht verzichten, sollte man etwas mehr Geld ausgeben und Flug-Ananas oder Flug-Mangos bevorzugen. Dieses Obst kommt aus den exportierenden Ländern innerhalb eines Tages nach Deutschland und ist vitaminreicher als das Obst, das wochlang auf See unterwegs ist und zusätzlich durch ungesunde Konservierungsmittel haltbar gemacht wird.
Vitamine sind lebensnotwendig und gehören zu einer gesunden Lebensweise genauso wie die wichtigen Mineralstoffe oder genügend Wasser. Sie sind organische Verbindungen, die biologische Vorgänge im Organismus regulieren und werden auch Biokatalysatoren genannt. Vitamine sind essentielle Wirkstoffe, das heißt, dass sie zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus unabdingbar sind. Einige Vitamine werden dem Körper als Provitamin zugeführt, die erst im Körper in die entsprechende Wirkform umgewandelt werden. Oftmals sind bei bestimmten Anzeichen von Mangel an Vitaminen zusätzliche Gaben als Nahrungsergänzung notwendig. In der dunklen Jahreszeit wird beispielsweise Vitamin D zur Verbesserung der Calciumaufnahme für Kinder empfohlen und als Prophylaxe von Kinderärzten verschrieben. Vitamin D gilt übrigens heute nicht mehr als Vitamin sondern als Hormon.
1913 wurde die Bezeichnung der Vitamine mit großen Buchstaben des Alphabets durch den amerikanischen Biochemiker Elmer Vermon McCollum eingeführt. Zunächst wurden die Vitamine A, B, C und D. entdeckt. Anschließend kamen noch die Vitamine E und K hinzu. Bei der Analyse der Nahrung, die Vitamin B enthielt, stellte sich heraus, dass sich diese Vitamingruppe in verschiedene Vitamine aufspaltete, die aber insgesamt zusammen wirken und nicht isoliert aufgenoommen werden sollten.
Da es sich bei den Vitaminen um komplexe organische Moleküle handelt, kommen sie in der unbelebten Natur nicht vor. Vitamine müssen erst von Pflanzen, Bakterien oder Tieren gebildet werden. Der Mensch ist – bis auf wenige Ausnahmen, bei denen er bestimmte Vitamine selber erzeugen kann – auf die Aufnahme über die Nahrung angewiesen. Starke Raucher beispielsweise haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin C. Da dieses Vitamin wesentlich für das Immunsystem ist, empfiehlt sich für Raucher eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin C als Nahrungsergänzung.
Im Körper können bestimmte Vitamine gespeichert werden, man kann diese auf Vorrat zu sich nehmen, andere wiederum können nicht gespeichert werden, sondern müssen über die Nahrung laufend aufgenommen werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören das Vitamin A, D und K. Die Vitamine A und D bilden im Körper Depots, wobei eine Nahrungsergänzung im Bedarfsfall sinnvoll sein kann. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören der Vitamin-B-Komplex und das Vitamin C, die nicht gespeichert werden. Zusätzliche Gaben sind bei entsprechendem Mangel trotzdem sinnvoll, zumal in der kalten Jahreszeit Vitamin C-Zusätze Erkältungen verhindern können – denn Obstmuffel gibt es genug.
Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren sind in den letzten Jahren als Nahrungsergänzung für ein gesundes Herz-Kreislauf-System bekannt geworden. Besonders Seefische wie Makrelen, Thunfische, Sardinen oder Sardellen sind dafür bekannt, dass sie die langkettigen Omega-3-Fettsäuren liefern. In vielen südeuropäischen Ländern zählen diese Fische zu einer abwechslungsreichen Ernährungsweise.
Gesundheitsschützende Wirkungen der Omega-3-Fettsäuren wurden bis jetzt in vielen Studien belegt. Es konnte erwiesen werden, dass die Senkung des Fibrinogenspiegels und Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes zu weniger Belastung der Gefäße führen. Durch die Senkung des Gehalts an Blutfetten und damit verbundene Vorbeugung der Arteriosklerose führen Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung oder vermehrter Aufnahme über fetten Seefisch zur allgemeinen Stärkung des Kreislaufsystems und können so das Leben verlängern. Unterstützt wird der Prozess noch durch Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone und Senkung des Blutdrucks. Omega-3 Fettsäuren können Erkrankungen vorbeugen. Beispielsweise wird das Risiko für den plötzlichen Herztod vermindert. Ebenso wird vermutet, dass durch eine vermehrte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren das Risiko, an Alzheimeimer zu erkranken, gesenkt wird. Positive Wirkungen auf die Entwicklung des Zentralnervensystems und der Retina beim Säugling und Kleinkind werden durch Omega-3-Fettsäuren begünstigt. In medizinischen Fachkreisen wird eine mögliche Behandlung von Depressionen mit Hilfe von Omega-3-Fettsäuren nicht ausgeschlossen.
Untersuchungen haben sogar ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen vermehrter Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und verminderten Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, gibt.
Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung gibt es mittlerweile in vielen fetthaltigen Lebensmitteln. In Form von Fischölkapseln, die in Reformhäusern und Apotheken angeboten werden, können Menschen, die keinen Fisch mögen oder vertragen, die wertvollen Fettsäuren zu sich nehmen, um die gefährlichen Gefäßerkrankungen vorzubeugen. dazu gehört ebenso eine ausgewogene, gesunde Ernährung, sowie der Verzicht auf das Rauchen und nur mäßiger Alkoholgenuss.
Für die reibungslosen Abläufe im Organismus sind Mineralstoffe notwendig, die bei entsprechendem Mangel als Nahrungsergänzung in Reformhäusern oder Apotheken zu erhalten sind.
Es gibt insgesamt 21 Mineralien, die für die Stoffwechselfunktionen unentbehrlich sind.
Zink ist Bestandteil von mehr als 200 Enzymsystemen und an einer Vielzahl von Stoffwechselreaktionen beteiligt. Beispiele sind der Stoffwechsel von Insulin, Sexualhormonen und Wachstumshormonen. Eine wichtige Funktion nimmt Zink außerdem bei der Immunabwehr ein. Zink wirkt immunstimulierend und antiviral. Deshalb kommt im Bereich der Mineralstoffe der zusätzlichen Gabe von Zink als Nahrungsergänzung, zum Beispiel bei grippalen Infekten, eine besondere Bedeutung zu.
Eisen ist in den roten Blutkörperchen, im roten Blutfarbstoff, im Sauerstoffdepot der Muskeln, in der Leber und Milz und im Knochenmark enthalten. Eisen ist wichtig für den Transport von Sauerstoff als auch für dessen Speicherung bei. Außerdem ist die Muskelleistung von der ausreichenden Eisenzufuhr abhängig. Durch Blutverluste können große Eisenverluste entstehen, schon 4 Milliliter Blut enthalten 2 Milligramm Eisen. Durch gezielte Nahrungsergänzung kann der Mangel schneller behoben werden als durch die Aufnahme von Eisen in Nahrungsmitteln.
Unser Körper enthält normalerweise ca. 20 g Magnesium und ist Bestandteil in etwas 300 Enzymen, die Stoffwechselvorgänge regulieren. Magnesium ist wichtig für die Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel, reguliert den Kaliumgehalt in der Zelle und wirkt dadurch regulierend auf den Herzrhythmus. Zudem verbessert Magnesium die Konzentration und den Schlaf. Gerade in der Schwangerschaft kann es zu einem Mangel an Magnesium kommen, welches durch Ärzte in Form von Tabletten verschrieben wird. Als Nahrungsergänzung sollte man mit Magnesium vorsichtig sein, denn bei Überdosierung kann es zu Nierenschäden kommen.
Calcium hat neben seiner wichtigen Funktion in der Regulation des Stoffwechsels eine zweite wichtige Bedeutung beim Aufbau von Zähnen und Knochen und damit bei der Vorbeugung von Osteoporose.
Ein Mangel an Kalium zeigt sich hauptsächlich in Muskelschwäche. Besonders kaliumreich sind Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Zu einem Kaliummangel kommt es vor allem bei Durchfall oder Missbrauch von Abführmitteln, da große Mengen Kalium über den Darm ausgeschieden werden.
Weiterhin sind die Mineralstoffe Jod, Fluor, Chrom und Selen wichtige Spurenelemente für die Körperfunktionen. Ein entsprechender Mangel sollte hier durch den Arzt festgestellt werden und eine zusätzliche Gabe verschrieben werden weil ein Zuviel dieser Spurenelemente können ebenso gesundheitsschädlich sein.
Zusätzliche Mineralstoffe als Nahrungsergänzung können situationsabhängig sinnvoll sein, sollten aber vor Einnahme mit einem Arzt besprochen werden.
Zähne und Fingernägel sind neben der Haut und den Haaren das von außen sichtbare Zeichen von Gesundheit und Vitalität und können bei entsprechendem Mineralstoffmangel durch Nahrungsergänzung verbessert werden. Wichtig für den Aufbau der Zähne sind natürlich vor allem die Aufnahme von Calcium, welches Hauptbestandteil der Zähne ist. Calcium wird nur über eine entsprechende Produktion von Vitamin D in Knochen und auch Zähne eingelagert und führt nur so zu einem gesunden Gebiss.
Calcium hat neben seiner wichtigen Funktion in der Regulation des Stoffwechsels eine zweite wichtige Bedeutung beim Aufbau von Zähnen und Knochen. Besonderes reich an Calcium sind Milch und Milchprodukte. Deshalb ist es problematisch, ohne Verwendung dieser Lebensmittel die empfohlene Zufuhr von etwa 800 mg Calcium pro Tag zu erreichen. Mittlerweile gibt es aber pflanzliche Lebensmittel die vergleichbare Calciumgehalte haben wie beispielsweise Sojamilch.
Wichtig für die Zähne ist zudem die bedingte Aufnahme von Fluor. Fluor wird häufig in Zusammenhang mit der Kariesentstehung in Zusammenhang gebracht, da es den Zahnschmelz härten und die schädliche Säurebildung am Zahn durch Hemmung der Bakterien vermindern kann. Karies ist im engeren Sinn allerdings keine Fluormangelkrankheit sondern Folge einer zuckerreichen Ernährung und mangelnder Mundhygiene. Deswegen ist Fluor als Nahrungsergänzung für die Zähne nur bedingt empfehlenswert und sollte aufgrund der Gefahr von möglichen Nierenschäden nicht überdosiert werden.
Eine Nahrungsergänzung für Zähne und Fingernägel ist auch bei weiteren sichtbaren Mängeln an Mineralstoffen aber auch an Vitaminen zu empfehlen. Wachstumsstörungen an Nägeln und Haaren sind oft ein Symptom von Zinkmangel. Besonders reich an Zink sind Fleisch, Eier, Meeresfrüchte, Weizenkeime und Käse. Zink aus tierischen Lebensmitteln wird allerdings besser vom Körper verwertet. Da aber im Zuge einer sonstigen gesunden und fleischarmen Ernährung so wenig Zink aufgenommen wird, empfiehlt sich auch hier eine Nahrungsergänzung. Es gibt in Reformhäusern und Apotheken die verschiedensten Produkte in Kombination. Am besten lässt man sich beraten oder wendet sich bei entsprechenden Mangelerscheinungen an einen Haut- oder Zahnarzt.